Marienkirche Leipzig-Stötteritz

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Leitbild "Kinder in der Marienkirche"

 

„Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn“ (Psalm127,3)
 
Zweck und Umsetzung des Leitbilds Die Marienkirchgemeinde möchte eine kinderfreundliche Gemeinde sein. Das Leitbild konkretisiert die Wertschätzung der Kinder, die im genannten Bibelwort ausgedrückt wird. Kinder haben, wie andere Gemeindegruppen auch, spezifische Bedürfnisse, die im Gemeindeleben angemessen zu berücksichtigen sind. Kinder haben in der Gemeinde keine eigene Interessenvertretung, – aber sehr viele Entscheidungen und Maßnahmen betreffen – direkt oder indirekt – auch die Kinder. Deshalb bedarf das Leitbild der konkreten Umsetzung. Dies geschieht durch jedes einzelne Gemeindeglied und durch die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. In Entscheidungsprozessen wird das Leitbild umgesetzt, indem ein/e „Kinderbeauftragte/r“, der / die zugleich Mitglied des Kirchenvorstands und Mitglied des Erziehungsausschusses ist, alle Kirchenvorstands- und Ausschusssitzungen begleitet und mit seiner/ihrer Unterstützung sämtliche Entscheidungen auf „Kinderverträglichkeit“ überprüft werden.
 
Kinder sind ein Segen
...weil sie gottgewollt sind
...weil sie die Zukunft der Gemeinde sind
...weil sie das Gemeindeleben lebendiger machen und Freude schenken
 
„Lasset die Kinder zu mir kommen“
Gott will eine persönliche Beziehung zu jedem einzelnen Menschen eingehen. Das Sich-angesprochen-fühlen („Ich bin gemeint“) setzt eine vertrauensvolle Atmosphäre voraus, die Sicherheit vermittelt und frei von Angst ist. Das Gottesbild der Kinder prägt sich auch dadurch, wie andere Menschen mit ihnen umgehen. Deshalb orientieren wir uns als Gemeinde an folgenden Ansprüchen:

Die (christliche) Gemeinschaft soll den Kindern als etwas Schönes, Wertvolles und Verlässliches erlebbar werden. Wir möchten das Gemeinschaftsgefühl stärken. Die Kinder sollen ermuntert werden, aufeinander acht zu geben und einfühlsam miteinander umzugehen.

Kinder dürfen nicht ausgegrenzt werden, weil sie „schwierig“ (z.B. „verhaltensauffällig“ oder „behindert“) sind. Um ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Kinder entwickeln können und ihr Glauben wachsen kann, müssen wir die Perspektive der Kinder einnehmen. Wir müssen ihre Bedürfnisse (nach Zuwendung, Bewegung, Lautstärke) ernst nehmen und ihnen Raum geben. Erwachsene müssen in Kindergruppen auf Tendenzen achten und aktiv werden, wenn Einzelne ausgegrenzt werden. Sie dürfen auch selbst nicht „schwierige“ Kinder ausgrenzen.
Damit sich die Gemeinde als Ganzes erfahren kann, sind gemeinsame Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene notwendig. Dazu gehören u.a. Familiengottesdienste, aber auch der gemeinsame Beginn des sonntäglichen Gottesdienstes mit anschließendem Kindergottesdienst ist eine „gemeinsame Sache“. Dies kann nur in einem Klima des toleranten Miteinanders gelingen. Erwachsene sollten dabei bereit sein, ihre Bedürfnisse (nach Ruhe, Besinnung) vorübergehend zurückzustellen, so wie Kinder lernen sollen, auch
die Würde gottesdienstlichen Geschehens zu respektieren.
 
Kinder sind auch ein Schlüssel zu den Eltern
Wer den Kindern etwas Gutes tut, findet auch Zugang zu ihren Eltern,
...weil Eltern wollen, dass es ihren Kindern gut geht
...weil Eltern in ihrer Erziehungsarbeit Verständnis und Unterstützung brauchen – in religiöser und allgemeiner Hinsicht
Eine gelingende Kinderarbeit beinhaltet damit – und auch durch niederschwellige Angebote für Eltern – einen wichtigen Teil des Gemeindesaufbaus für Erwachsene.
 
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© Marienkirchgemeinde Leipzig-Stötteritz | Letzte Aktualisierung: 04.12.2018
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